
Eine dienende Seele
Eva-Margret Stumpf war eine Persönlichkeit, die Menschen nicht nur begegnete, sondern sie innerlich ergriff. Wer mit ihr in Kontakt kam, spürte vom ersten Augenblick an eine besondere Kraft, eine stille Autorität, die nicht aus Worten allein, sondern aus ihrem ganzen Sein strömte. Ihre Art zu sprechen, zu handeln und zu wirken war von einer Tiefe geprägt, wie sie nur selten bei einem Menschen erlebt wird.
Zentral in ihrem Leben stand ein unerschütterliches Gottvertrauen. Ihr Vertrauen in die Allmacht des Herrn und ihre Treue zu seinen Weisungen bestimmten ihr Denken und Handeln. Für sie gab es kein Zögern, kein Abwägen im menschlichen Sinn: was sie innerlich als Auftrag empfing, wurde erfüllt. Wort und Tat folgten einander unmittelbar. Dieses kompromisslose Dienen verlieh ihrem Wesen eine Klarheit und Reinheit, die auf andere wie ein innerer Balsam wirkte.
Eva-Margret Stumpf war Empfängerin geistiger Texte, die sie in tiefem Ernst und großer Verantwortung weitergab. Für viele Menschen wurden diese Texte zu Antworten auf innere Fragen, oft genau in dem Moment, in dem sie gebraucht wurden. Ihr Umfeld erlebte diese Führung als überwältigend und tröstlich zugleich. Begegnungen mit ihr – ob im Gespräch oder bei Besuchen – öffneten Herzen, lösten innere Enge und hinterließen ein Gefühl tiefer Berührung und Dankbarkeit.
Besonders prägend waren ihre Reisen zu heiligen Stätten alter Kulturen in verschiedenen Ländern. Dort erlebte sie die Missachtung einst heiliger Orte durch die Menschen als schmerzlich und traurig. Zugleich erkannte sie die geistigen Schuldzusammenhänge und Ringschlüsse, die über diesen Ländern lagen. Ihre Aufgabe bestand nicht nur im Erkennen, sondern auch im Wirken: im Dienen an der Lösung dieser Zusammenhänge. Die Auswirkungen dieser Arbeit waren, wie aus ihrem späteren Erzählen hervorging, oft von großer Wucht und Tiefe. Auch war es einer Ihrer Wünsche die Verbindung zwischen den Menschen und den Wesenhaften wiederherzustellen, die ihrer in den Alltagssorgen nicht mehr gedenken.
Trotz ihrer Treue zum Herrn blieb Eva-Margret Stumpf nicht von schweren Prüfungen verschont. Besonders schmerzlich waren die Angriffe und Ausgrenzungen, die sie im Zusammenhang mit ihren empfangenen Texten erlebte. Sie stand vor höchsten Stellen, wurde befragt, ausgeschlossen und ihrer äußeren Zeichen beraubt. Doch sie wich nicht zurück. Still, aufrecht und getragen von innerer Kraft nahm sie alles auf sich und blieb ihrem Auftrag treu.

Ihr Wesen war erfüllt von Wärme, Güte, Verständnis und Hilfsbereitschaft. Liebe strahlte aus ihrem Blick, aus ihren Worten und aus ihrem Handeln. Für viele war sie ein großes Vorbild im Dienen für das Licht, eine Seele, die nicht sich selbst suchte, sondern ganz im Erfüllen aufging. Die Ruhe, die von ihr ausging, ließ sich kaum beschreiben – sie wirkte heilend, stärkend und ordnend auf die Seelen derer, die ihr begegnen durften.
Eva-Margret Stumpf war eine Frau, deren Leben nicht laut, aber tief wirksam war. Eine dienende Seele, deren Spuren sich nicht nur in Texten, sondern vor allem in den Herzen der Menschen erhalten haben, die sie erleben durften.
Ihre geistigen Texte
Eva Margret Stumpf hinterließ eine weite Sammlung geistiger Texte, die sie noch vor ihrem Ableben drei vertrauenswürdigen Personen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland anvertraute. Ihre Schriften sind ein wertvolles Vermächtnis, das darauf wartet, aufgenommen zu werden.
Jetzt ist die Zeit gekommen, dass ihre Werke in ihrer Vollständigkeit ans Licht kommen und das wertvolle Wissen, das sie hinterlassen hat, die Seelen der Menschen erreicht, die dafür offen sind.
