
Jesus der liebevolle Hirte der Menschheit
Als Gott sah, dass sich am Rande Seines Reiches kleine Wolken bildeten, in denen sich kleine Geistkeime befanden, die den unausgesprochenen Wunsch in sich trugen, sich zu einem Bewusstsein zu entwickeln und an der Ausstrahlung, die von Gottvater ausging, teilzuhaben, war es Gottes Wille, in Seiner großen Liebe zu den Menschen, die Schöpfung zu erschaffen. Er teilte sich in zwei, in Gottvater und Gottsohn, und stellte seinen Sohn, den formgewordenen göttlichen Willen, Imanuel, an den Rande des bereits bestehenden göttlichen Reiches, in die Gralsburg. Der Punkt, von dem aus die Schöpfung mit dem Leben und der Kraft, die aus Imanuel in Gottvater hervorgeht, in pulsierender Verbindung steht, die sich im Erscheinen der heiligen Taube über dem heiligen Gral, in der Gralsburg, einmal im Jahr ergießt. Gott sprach: „Es werde Licht“, und es wurde Licht in der großen, weiten Leere des Alls. Alle zum Leben erwachten Wesen waren nur von dem großen Dank, dass Gott ihnen die Möglichkeit zu stetem Leben schenkt, erfüllt, dass ihr Leben zum ewigen Gebet, zu Seiner Ehre wurde.
Nur der Mensch wollte seinen Schöpfer nicht erkennen, nicht nach seinen Gesetzen handeln und den Segen, der ihm allezeit zuteilwurde, nicht an die Wesen weitergeben, die seiner bedurften. Er brachte Mißklang in die große göttliche Harmonie durch das Leid, das sich als Folge des falsch eingeschlagenen Weges durch die Nachschöpfung ergießte und sich bis zu den Thronstufen des Herrschers aller Welten spürbar machte.
So teilte sich Gottvater in Seiner unendlich großen Liebe in drei und sandte Seinen Sohn Jesus Christus, um den wenigen, in denen die Sehnsucht nach dem Licht noch nicht erloschen war, durch das Wort den Weg zurück in die lichten Gärten zu zeigen.
Jesus war der aus Gott kommende liebevolle Hirte für die verlorene Herde der Menschheit.

Die Formen ändern sich
Im englischen Sprachraum gibt es das volkstümliche Sprichwort „know your audience“, also „kenne deine Zuhörer“, denn bei der Vermittlung von Wissen ist es immer entscheidend, sich beim Sprechen und Erklären auf die Art und Reife seiner Zuhörer einzustellen, um sie zu erreichen und ihnen den Inhalt seiner Botschaft verständlich zu machen.
Als Jesus vor ca. 2000 Jahren kam, um das Wort der Wahrheit zu bringen, waren die Menschen einfacher und kindlicher, da die „Erbsünde“, d.h. die unverhältnismäßige und unnatürliche Größe vom Großhirn zum Kleinhirn, noch nicht so weit fortgeschritten war wie heute und die Menschen die Sprache der Bilder, in Form von Geschichten und Gleichnissen, besser verstehen konnten. So konnten die Menschen das geistige Wissen besser aufnehmen, ohne dass ihnen die notwendige geistige Arbeit, das Ringen um das Verstehen, abgenommen wurde. Dank der Vorbereitung durch die Propheten der Vergangenheit, wie z.B. Moses, hatten die Juden auch einen leichteren Zugang zur Erkenntnis des Willens des einen Gottes.-
Und so sprach Jesus in Gleichnissen und Geschichten, die uns bis heute in der Bibel und den Wegbereitern überliefert sind.
Der heutige Mensch bedarf jedoch einer anderen Art der Erklärung, um ihm das Wissen um die Schöpfungsgesetze verständlich zu machen. Diese dem heutigen Menschen verständliche Erklärungsart bietet ihm die Gralsbotschaft, Im Lichte der Wahrheit 1931 von Abdruschin, die ihm den Schlüssel zu allem dem Menschen zugänglichen Schöpfungswissen bis zum Ursprung hin erschließt, wie kein anderes Werk vor ihm, einschließlich des Wissens um die Wiedergeburt, dessen die damaligen Menschen nicht bedurften.-
Und doch sind die Gleichnisse Jesu auch heute noch ein wunderbarer Schatz für den Menschen, der in der Lage ist, mit den Augen des Geistes zu sehen.
