Die Einbildung der Menschen
Wie kannst du nach hohen Aufgaben, hoher Stellung, um des Ruhmes Wert, um deiner Macht Gelüste zu frönen, um Scheinwesen zu erhalten, verlangen, wenn du nicht einmal die Gesetze deines Schöpfers kennst und wirklich danach lebst? Das Wichtigste vernachlässigst?
Du sollst aus deinem Geist und deinem Körper einen Tempel bauen, der Gott würdig ist. Wie hast du diese Aufgabe verwaltet? Wo ist der Dank, der allein Gott gebührt? Wo ist die Achtung deiner Mitmenschen für ihre Stärken und Tugenden? Schau doch endlich der Tatsache kühn ins Gesicht! Wer bist du wirklich? Nur ein Staubkörnchen, das vor der Erkenntnis der Größe des Schöpfers, den Herrn aller Welten, Quell alles Lebens, der allmächtige und allgütige Gott verbrennen müsstest! Werde sehend Mensch! Halte dir den Spiegel scharf vors Gesicht und du wirst bald erkennen, was sich alles hinter deinen schmeichelnden und klugen Zügen verbirgt! Nichts weiter als unbegrenzte Beschränktheit und Dummheit! Wo ist dann das Lachen, das einem vergeblichen Trotz gleicht, sich gegen den unentrinnbaren Untergang aufzubäumen. Die ausgepresste Brust eines jeden stolzen Straußes müssen die Schwertschläge göttlicher Gerechtigkeit zuerst treffen, der so manchen Panzer falscher Überzeugung zerschmettern wird.
Sieg sei dem Licht, und dem Licht allein!
Siehst du sie nicht, die Liebe überall? Das einzig Gesetz dieser Schöpfung? Toren, die daran vorbeigehen, stumpfe raue graue Steine, die in ihrer Starrheit den Klang göttlicher Harmonie nicht wiedergeben können und die Pracht der Farben verblassen lassen!
Schau doch die Sterne, die gütig ihre Strahlen spenden für den Verzagenden und Hoffnungslosen, die Nacht erhellen, um zu ermutigen. Kannst du, Mensch, so von dir sprechen?
Das frische spielende Wasser, das sich fröhlich einen Weg bahnt durch so manche Hindernisse, unmittelbar erfrischt, immer spendend?
Die gewaltigen, aufrecht stehenden Berge, die sich hoch ins Licht empor strecken, weiße Gewänder tragen, von der Macht Gottes künden und die Wesen darunter geborgen halten?
Kannst du so von dir sprechen?
Wache auf! Bete und buße. Setze ein Ende deinem Sühneszwang, mit der Macht des guten Wollens! Ändere dein Leben von Heute fortan!
Amen!
von Marcus Dalby



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