Ein Interview mit Anneliese Reichel – einer treuen und nahestehenden Freundin von Frau Stumpf.

Therese Schacher fragt Anneliese Reichel: „Frau Reichel, wie haben Sie Frau Stumpf erlebt?“
Frau Reichel antwortet:
Erste Begegnung und persönlicher Eindruck
„Ja, ich habe Frau Stumpf sehr stark erlebt. Vom ersten Augenblick an hat mich ihre Art zu sprechen und zu handeln, ihr Ausdruck und alles, was sie ausstrahlte, innerlich sehr stark berührt – ja, ich kann sagen, regelrecht mitgenommen. Es ist schwer, dies in Worte zu fassen, doch es war einfach wunderbar. Ihre Art war etwas, das ich bei keinem anderen Menschen je erlebt habe.
Ihr Gottvertrauen und das Erfüllen innerer Weisungen
Besonders beeindruckt hat mich ihr tiefes Vertrauen in die Allmacht und ihr Vertrauen in den Herrn sowie das sofortige Befolgen seiner Weisungen. Vor allem, als sie die Texte hörte, die Stimmen wahrnahm, welche aus verschiedenen Höhen kamen, gab es für sie nur eines: erfüllen und handeln. Danach leitete sie das Empfangene weiter – an suchende Menschen oder auch an Kreuzträger. Der Ruf ging ja auch an uns, und wir haben das deutlich gespürt.
Wirkung der Texte im persönlichen Leben
Ich habe immer wieder gespürt, wenn ein neuer Text von Frau Stumpf kam – damals noch, als mein Mann auf der Erde war. Oft sahen wir uns an, und ich sagte:
„Jürg, wir haben uns in den letzten Tagen doch genau mit diesem Thema beschäftigt, und jetzt kommt hier die Antwort darauf. Schau dir an, was sie in diesem neuen Text schreibt.“
Es war genau die Antwort. Das war immer so überwältigend und schön. Diese Texte waren einfach wunderbar und haben uns tief berührt.
Empfangen der Texte und persönlicher Umgang damit
Frau Stumpf hat mir auch geschildert, wie es für sie in etwa ist, wenn sie diese Texte empfängt. Doch für uns, die wir diesen direkten inneren Kontakt nicht haben, die keine Stimmen hören, bleibt vieles schwer verständlich. Dennoch war ich über Jahrzehnte hinweg immer wieder tief berührt von dem, was sie weitergab.
Begegnungen und Besuche
Wenn Frau Stumpf zu Besuch kam – ach, da öffnete sich so vieles. Es war ein unbeschreibliches inneres Gefühl. Ich bin so dankbar, dass ich diese wunderbare Frau, diese Seele eines Menschen, so tief erleben durfte. Ich danke dem Schöpfer dafür und möchte schauen, dass ich mich ihr gegenüber immer in voller Dankbarkeit öffnen kann.
Ich danke Ihnen, liebe Frau Stumpf, für Ihr Sein und für Ihre große, große Hilfe, die Sie uns immer wieder schenkten. Sie waren mir ein großes Vorbild in allem. Die Ruhe, die von Ihnen ausging, kann ich kaum beschreiben. Sie war ein Balsam für meine Seele.
Reisen, heilige Orte und geistige Ringschlüsse
Ich möchte noch einiges zu den Reisen, den Ringschlüssen und den Auslösungen schildern, die Frau Stumpf im Laufe der Jahrzehnte bei vielen Völkern auf ihren Reisen erlebte.
Was mich dabei besonders bewegte und innerlich beglückte, war die große Liebe und Treue zum Herrn, die in jedem Blick, in jedem Wort und in jeder Tat von Frau Stumpf spürbar war.
Sie besuchte heilige Orte alter Kulturen, doch musste erleben, wie diese von den Menschen missachtet wurden – etwa in Griechenland, Ägypten, Peru, Irland und vielen anderen Ländern. Die Wesen und Helfer zeigten ihr die Schuld der Menschen und die damit verbundenen Ringschlüsse. Später hielt sie all dies in ihren Texten fest.
Diese Erlebnisse machten sie sehr traurig, da nur wenige Menschen die Heiligtümer alter Völker achteten und sich würdig verhielten an Orten, die den Menschen früherer Zeiten heilig waren. Auch hier erfüllte sie ihre Aufgabe, denn sie hatte den Auftrag, in diesen Ländern Ringschlüsse zu bewirken. Die Wirkungen waren oft gewaltig, was wir auch aus ihrem späteren Erzählen miterleben durften. Mein Mann und ich konnten erfahren, wie stark das Schicksal dort wirkte.
Prüfungen und Angriffe
Trotz ihrer Treue zum Herrn erlebte Frau Stumpf schmerzhafte Angriffe in Bezug auf ihre empfangenen Texte. Im Jahr 1978 wurde sie von der Gralsverwaltung vom Vomperberg vorgeladen und von höchsten Stellen befragt. Sie stand vollständig ein für alles, was sie im inneren Auftrag aufgeschrieben und nach innerer Weisung weitergegeben hatte.
Sie nahm alles auf sich. Die Kraft des Herrn war dabei deutlich spürbar. Dennoch wurde sie von den Feiern ausgeschlossen, musste das Goldene Kreuz abgeben, und in einem Rundschreiben wurde allen Kreuzträgern dieses Geschehen mitgeteilt, verbunden mit dem Verbot, ihre Texte weiterzuverbreiten.
Wesenszüge von Frau Eva-Margret Stumpf
Ich möchte noch einige Wesenszüge aus meinem Erleben mit Frau Eva-Margret Stumpf schildern.
In ihr lebte ein erschütterndes Gottvertrauen. Die Liebe zum Herrn durchstrahlte ihr ganzes Wesen. Wärme, Güte, Verständnis, Hilfsbereitschaft und viele Tugenden prägten sie – all das hat mich stets tief bewegt. Für mich war sie ein großes Vorbild im Dienen für das Licht.
Wann immer ich persönlich mit ihr in Kontakt war, ob bei Besuchen oder Gesprächen, war ich innerlich tief erschüttert. Es gibt kaum Worte für das Schöne, das ich an ihr erleben durfte. Dieses bedingungslose Erfüllen jeglicher Weisung des Herrn war etwas ganz Besonderes. Für sie gab es nur eines: dienen und erfüllen. Wort und Tat folgten unmittelbar.
Ich danke ihr von ganzem Herzen. Und ich danke Gott, dass ich diese wunderbare Frau über Jahrzehnte erleben durfte und aus ihrem Wissen und ihrer Art schöpfen konnte.
Lebensdaten

Frau Eva-Margret Stumpf
geboren am 2. November 1920
hinübergegangen am 20. Januar 2014
Sie war Mutter von vier Söhnen und einer Tochter.
