,

Blog Beiträge





Angst regiert die moderne Welt des Menschen. Von klein auf werden wir konditioniert zu fürchten. In der Schule lernen wir, unser freies Denken und Empfinden starren Richtlinien zu unterwerfen unter dem Deckmantel der Disziplin und des Respektes gegenüber der Obrigkeit. Erfolg in der Schule genießen nur die Kinder, welche sich ganz dem Denken anderer unterwerfen, die in ihren eisernen Bahnen verlaufen und alle Lebendigkeit im Lernen ersticken. Denn Lernen ist und war immer individuell und muss somit ganz der Reife und der Art des Betreffenden angepasst werden, nicht andersherum! Ein denkfaules und unselbständiges Geschlecht wird damit großgezogen! Die Verkehrtheit der Gesellschaft macht sich gerade hier deutlich, weil diejenigen, die ihren Geist, der mit ihm zu eigenen Fähigkeiten und einer ihm ganz eigenen Art ausgestattet ist, erstickt haben, gewinnen Anerkennung, und die, die sich weigern, weil sie tief in sich wissen, dass das Opfer, das dieser sogenannte Erfolg fordert, viel zu groß ist, um es mit der angebotenen Belohnung zu rechtfertigen, gehen darin unter und entwickeln ein minderes Selbstwertgefühl. Wie kann man außerdem nach Erfolg streben, wenn man spürt, dass der Erfolg kein wahrer Erfolg ist? Hohles, bedeutungsloses Treiben ist?

Diejenigen, die Schwierigkeiten beim „Lernen“ haben, wie es halb bemitleidend von den Lehrern ausgedrückt wird, sind oft diejenigen, die den stärksten geistigen Willen besitzen und nicht bereit sind, ihren Willen starren Denkungsbahnen zu fügen. Sie sind nicht bereit, ihre Empfindungen zu töten. Sie sind es, die die Denkungsrichtungen bestimmen sollten, denn sie besitzen das Potenzial, führend unter den Menschen zu wirken – vorausgesetzt, sie sind auch fleißig und demütig. Doch welchen Nutzen haben Führer für eine Elite, die die Völker ihrem eigenen Willen unterwerfen will? Welchen Nutzen hat freies Denken und Empfinden? Welchen Nutzen hat der Empfindungsmensch, der viel zu individualistisch und unbeherrschbar ist und sich von seinem persönlichen Verständnis von Moral und seiner Empfindung leiten lässt? Keinen!

Da irdische Macht, Reichtum und Gewalt heute in den Händen des Dunkels liegen, ist es nicht verwunderlich, dass alle Systeme nach der unbedingten Erfüllung des Willens des Dunkels ausgerichtet sind. Nur deswegen existieren sie noch, da sie von den treibenden irdischen Kräften gefördert werden. 

Deshalb muss der Wille eines jeden freidenkenden Empfindungsmenschen um jeden Preis gebrochen werden. Er muss bereits im zarten Alter unterdrückt und gefügig gemacht werden. Das Mittel dazu ist die Angst! 

Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass „Angst die Welt regiert”, denn jede heutige Institution wird allein durch Angst zusammengehalten. Es ist der Kit, der die Organisationen zusammenschweißt. Nur so ist es möglich, alle Menschen zu unterwerfen, einem Ziele entgegenzutreiben. Denn Angst unterdrückt den Geist, macht den Menschen unfrei und schwach und somit lenkbar von höherer Hand. 

Angst hat der, der etwas zu verlieren fürchtet, das er zu besitzen wähnt. Auf das er nach seiner Meinung ein unbedingtes Anrecht hat. Und wenn er dieses Anrecht nicht zu glauben hat, oder die Notwendigkeit darin nicht sieht, so wird ihm seine Umgebung um jeden Preis davon zu überzeugen suchen, dass er es doch braucht. Dabei wird die Angst, etwas zu verpassen, geschürt! Man sehe sich nur die Werbung an, die die Menschen von heute geradezu überfällt, mit ansprechenden Bildern, Farben und Slogans, die den Menschen einen Traum verkaufen wollen. Den Drang in dem Menschen zu wecken suchen, die Notwendigkeit darin für sich zu erkennen und das Gefühl von Verlust zu wecken, wenn er den Schritt zum Kaufe nicht wagt. 

Nun aber zurück zur Angst: Die Angst etwas zu verlieren kann viele Formen annehmen. Ob es die Anerkennung der Umgebung ist, jegliche Art von materiellem Besitz oder sogar das eigene fleischliche Leben. Und diese Angst macht den Menschen vorhersehbar, manipulierbar und beherrschbar – kurz: zu einem nützlichen Werkzeug für die Umsetzung bestimmter Ziele. Daher ist der Weg aus der Angst zu erkennen, dass man in Wirklichkeit nichts sein Eigen nennen kann, dass ihm alles lediglich aus der gnadevollen Hand Gottes geschenkt wurde und geliehen ist, außer seine Menschenwürde, die ihm wirklich zu eigen ist. Dass sein Leben sich in steter Bewegung, unerhörtem Wechsel befindet und dass es daher sinnlos ist, sich starr an etwas zu klammern und sich von etwas abhängig zu machen, was in sein Leben tritt. 

Es ist zwar unbedingt notwendig, das Errungene zu verteidigen und ihm Wertschätzung entgegenzubringen, wenn es nötig wird. Aber man sollte weder trauern noch sich fürchten, wenn das Leben einen diese Gaben entreißt. Vielmehr sollte man mit freudevollen Vertrauen zu dem Herrscher aller Welten, dem Allewigen, aufblicken, dessen Wille auch unsere Wege weise führt! An die Stelle von Angst muss in jedem Fall Gottvertrauen treten, wenn man nicht ewig Sklave eines anderen sein möchte, sondern sein Leben frei leben will!

Geschrieben von Marcus Dalby

Hinterlasse einen Kommentar